Routine-Lebst Du sie schon?

Routine ist Langweilig. Routine nervt und Routine lässt unseren Geist und Körper verkümmern. Aber ist das wirklich so? Wie sind Leistungen von Tour de France Fahrern zu erklären welche doch ausschließlich durch Routine erworben wurden. Gerade im Sport ist Routine wichtig. Routine hilft dabei bestimmte Handlungen fest in den Alltag zu integrieren. Zum Beispiel das Zähneputzen ist fast bei jedem Mensch fest im Alltag integriert. Wir stehen auf und putzen uns automatisch die Zähne…ohne großartig über den Sinn der Handlung nachzudenken. Routine kann aber auch schlecht sein, wenn z.b. das tägliche Feierabend Bier und das Freitag(liche) und Samstag(liche) Besäufnis zur Routine wird. Genauso schlecht ist Routine bei der Nahrung. Vielleicht hat es sich bei dir ja eingebürgert, jeden Mittwoch auf alle Sporternährungstechnischen Grundsätze zu scheißen und sich bei ein paar Bier die volle Kante mit Pizza und Süßzeug zu geben…einfach der Routine wegen. Solange es Ausnahmen bleiben, sind diese Handlungen nicht weiter bedenklich aber wann ist eine Ausnahme keine Ausnahme mehr. Das definiert jeder für sich und im Notfall wird der Rahmen einfach ein wenig geweitet bis das Gewissen und der innere Schweinehund wieder beruhigt sind.

Aber was ist nun gute Routine. Gute Routinen sind zum Beispiel die 20 Liegestütze die man jeden Tag nach dem Aufstehen absolviert um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Oder das Glas Wasser, welches man vor jeder Mahlzeit trinkt. Und ganz pragmatisch gesehen, sollte das Training und die Ernährung soweit zur Routine werden, dass es selber ohne große Anstrengungen und Motivationslöchern ausgeübt werden kann. Am besten immer an gleichen Tagen trainieren. Zum Beispiel Montags, Mittwochs und Freitags immer direkt nach der Arbeit das Trainingsprogramm abarbeiten, dann ist Feierabend. Zieht man das konsequent ein paar Monate durch, dann hat man dafür seine Routine gefunden und wird es nur schwer vernachlässigen. Genauso mit der Ernährung. Je nach Trainingsziel sollten am Tag feste Mahlzeiten eingeplant werden. Frühstück, Mittag, Abendbrot. Jeden Tag auch wenn man gerade keinen Hunger auf Mittag hat. Möchte man Aufbauen, sollten noch Zwischenmahlzeiten zwischen den Hauptmahlzeiten gegessen werden. Der Körper wird es einem Danken, wenn er Routinemäßig seine Mahlzeiten jeden Tag zur gleichen Zeit bekommt und der Trainingserfolg wird sich klar messen lassen. Denn das beste Training ist wertlos wenn die Ernährung nicht stimmt. Kommt zuwenig oder unregelmäßig Nahrung rein, wird man sich auch Krafttechnisch nicht weiter steigern können. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass es regelmäßiges und routinemäßiges Training auf jeden Fall nicht das größte Problem darstellt. Das größte Problem ist wirklich regelmäßig zu essen und auch das regelmäßig zu essen, was beim Aufbau von Muskeln und beim Abbau von Fett behilflich ist. Braucht man schließlich auch Baumaterialien um ein Haus zu bauen.

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